Zoo Krefeld

Artenschutz im Zoo Krefeld

Seit Jahrzehnten setzt sich unser Zoo auf verschiedenen Ebenen für den Natur- und Artenschutz ein. So ist der Zoo aktives Mitglied in verschiedenen Vereinigungen, die sich den Artenschutz auf die Fahnen geschrieben haben - seit 1963 in der WAZA (Weltzoo-Organisation), seit 1988 in der EAZA (Europäische Vereinigung der Zoos und Aquarien) und in der von deutschen Zoos gegründeten Stiftung Artenschutz seit 2001.

Auch mit dem WWF verbindet die deutschen Zoos seit den 70-iger Jahren eine enge Zusammenarbeit. Sie unterstützten finanziell schon zahlreiche Projekte, so wurde etwa viele Jahre der Ankauf von Naturschutzflächen im Oder-/ Neiße Bruch ermöglicht. Außerdem besteht mit der WWF-Ortsgruppe Niederrhein eine langjährige Zusammenarbeit. Diese ist oft auf Veranstaltungen des Zoo mit einem Infostand und verschiedenen Aktionen präsent.

Artenschutzaktivitäten im Rahmen der EAZA:

Eine wichtige Aufgabe der Zoos ist es, gesunde Populationen gefährdeter Tierarten in den Zoos zu erhalten und zu züchten (ex-situ conservation). Dies geschieht durch das Führen von sogenannten Zuchtbüchern, in welchen der Stammbaum einer Tierart detailliert aufgelistet wird und mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen die idealen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um Inzucht zu vermeiden. Der Krefelder Zoo nimmt an 49 verschiedenen Zuchtprogrammen teil und gibt seine Nachzuchten entsprechend den Empfehlungen der jeweiligen Zuchtbuchführer an andere Zoos ab. Auch im Krefelder Zoo werden aktuell zwei Zuchtbücher geführt: Goodfellow-Baumkängurus von Dr. Wolfgang Dreßen und Kleine Ameisenbären von Cornelia Bernhardt.

Seit dem Jahr 2000 führen die europäischen Zoos jährlich neue Artenschutzkampagnen durch, welche einerseits für die Gefährdung bestimmter Lebensräume oder Tiergruppen sensibilisieren soll, anderseits aber auch ausgesuchte Projekte im Freiland (in-situ conservation) unterstützt. Der Krefelder Zoo hat bisher an allen Kampagnen – von Bushmeat- bis Amphibien - teilgenommen und diese durch Aktionstage, Ausstellungen, Beschilderungen, Unterschriftensammlungen und Spenden unterstützt.