Zoo Krefeld

Südostasien-Kampagne

Im Fokus der EAZA-Kampagne 2012/2013 steht die durch den illegalen Wildtierhandel bedrohte Tierwelt Südostasiens. Die Kampagne widmet sich nicht nur den großen, weithin bekannten Tierarten. Sie möchte vor allem auch auf kleinere, unbekanntere Tierarten aufmerksam machen, die in ihrem Lebensraum stark gefährdet sind. Diese Arten spielen häufig eine wichtige Rolle für den Erhalt und die Stabilität der Ökosysteme. Denn Südostasien ist nicht nur eine der artenreichsten Regionen der Erde, sondern auch die Region mit einer der größten und schnellsten Artenverlustraten.

Eine der größten Gefahren für die Artenvielfalt dieser Region ist der illegale Wildtierhandel. Neben Drogen- und Waffenhandel ist der Wildtierhandel eines der drei einträglichsten illegalen Gewerbe weltweit, mit einem geschätzten Umsatz von 18 bis 26 Milliarden Euro jährlich. Die Tiere Südostasiens werden aus unterschiedlichsten Gründen gejagt – wegen ihres Fleisches, für die traditionelle Medizin oder den Haustierhandel. Die Folgen sind verheerend: Allein in Vietnam sind während der letzten 40 Jahre 12 Wirbeltierarten ausgerottet worden, 200 Vogel- und 120 andere Tierarten sind zumindest aus manchen Regionen komplett verschwunden.

Auch die akute Lebensraumzerstörung gefährdet das Überleben der südostasiatischen Artenvielfalt und hat viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Die EAZA-Kampagne ist auf zwei Jahre ausgelegt. Sie hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt 750.000 € für südostasiatische Artenschutzprojekte einzuwerben und damit einen wichtigen Betrag zum Erhalt der Artenvielfalt unseres Planeten zu leisten.

Der Zoo Krefeld spendete für dieses Projekt 3.000 €.