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Theo, der Tölpel mischt Pinguine auf
Besucher der Zoo Krefeld können derzeit einen ganz besonderen Gast bewundern: In der Anlage der Humboldtpinguine ist ein Basstölpel zu sehen. Der ungewöhnliche Fundvogel ist zur „Kur“ im Zoo.
Er war vor einigen Tagen auf einem Feld bei Krefeld Hüls von einem Tierarzt aufgefunden worden. Dort war der etwa gänsegroße Wasservogel mit einer Verletzung am Schnabel vollkommen entkräftet und hilflos gelandet. Zootierarzt Dr. Martin Straube wurde informiert, der sich des ungewöhnlichen Patienten annahm. In einer Operation richtete er den Schnabel des Vogels, der sonst in der Wildnis keine Überlebenschance hätte. Schnell fand das Zooteam einen Spitznamen für den Neuankömmling. „Theo, der Tölpel“ wird sich nun, bis die Schnabelverletztung geheilt ist in der Anlage der Humboldtpinguine des Krefelder erholen. Von den Pinguinen argwöhnisch gemustert, dreht er seine Runden auf dem Teich oder beobachtet von seinem Aussichtspunkt die Umgebung.
Basstölpel leben normalerweise an den Steilküsten in Kolonien und können in Deutschland beispielsweise auf Helgoland beobachtet werden, Als gute Flieger und Segler unternehmen Basstölpel oft weite Wanderungen. Besonders die Jungvögel ziehen weit nach Süden in tropische Gewässer, teilweise bis zu den Kapverdischen Inseln. Vermutlich von einer solchen Wanderung gekommen zog sich der neue Pflegling des Krefelder Zoos die Schnabelverletzung zu und muss nun noch eine Weile hier aufgepäppelt werden.
Wenn der Basstölpel sich von seiner Verletzung erholt und ganz gesund wird, kann er anschließend wieder in die Freiheit zurückkehren, wo er seine Hauptnahrung, die Fische, wieder selbst erjagen können muss. Dazu muss er sich aus bis zu 40 Metern Höhe mit halbgeschlossenen Flügeln steil kopfüber und pfeilschnell bis zu 15 Meter tief ins Wasser stürzen können. Mit seinem stromlinienförmigen Körper und den großen, mit Schwimmhäuten ausgestatteten Füßen ist der Basstölpel ein guter Taucher und Schwimmer. Die Fische fängt er nach dem Sturzflug, indem er von unten sie herantaucht.
Sollte das Tier in Krefeld nicht mehr ganz gesund werden, wird das Zooteam versuchen, ihn an einen Zoo vermitteln, der Basstölpel hält, damit er dort wieder unter Seinesgleichen leben kann.






