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Beliebter Irrtum Nr. 1

„Guck mal, die Biber sind aber niedlich.“

Foto: Vera Gorissen

Foto: Vera Gorissen

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Zugegeben, unsere Wasserschweine haben schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Biber. Beide gehören zu den Nagetieren und haben kräftige, ständig nachwachsende Schneidezähne, die sie durch nagen an Holz abschleifen. Allerdings fehlt dem Wasserschwein ein wichtiges Merkmal. Biber haben einen kräftigen, tellerförmigen Schwanz. Wasserschweine haben noch nicht mal einen Stummelschwanz.

Zudem leben Wasserschweine oder Capybaras ursprünglich in Südamerika. Was sie mit dem Biber gemeinsam haben, ist ihre Vorliebe für feuchte Lebensräume. Sie sind meist an Teichen, Flüssen und in Sumpfgebieten anzutreffen. Zwischen den Zehen haben sie kleine Schwimmhäute und ihr Maul, die Nasenöffnungen und die Ohren liegen in einer Linie, so dass sie fast unsichtbar im Wasser dösen können.

Bereits als Jungtiere können sie gut schwimmen und tauchen. Auch ihren Kot setzen sie mit Vorliebe im Wasser ab, damit Feinde nicht so schnell auf ihre Fährte kommen. Im Wasser lauern dafür Kaimane und Anakondas, die die Wasserschweine „zum Fressen“ gern haben. Als Wasserschwein lebt es sich gefährlich, denn wirklich schnell rennen können sie nicht und sich verteidigen auch nicht. Daher ist die Strategie sich in großen Familienverbänden aufzuhalten. Da ist die Wahrscheinlichkeit gefressen zu werden, deutlich geringer.

Übrigens: Die nächsten Verwandten des Wasserschweins sind die Meerschweinchen. Anders als der Name vermuten lässt, sind diese extrem wasserscheu.