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Dallschafe gehen, Rentiere kommen

Zoo beteiligt sich an der Zusammenführung der deutschen Dallschaf-Haltungen im Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg.

Kein leichter Abschied, aber ein Notwendiger. Anfang November haben die drei weiblichen Dallschafe den Zoo Krefeld im Rahmen der Zusammenführung aller deutschen Dallschaf-Haltungen im Wildpark und Greifvogelzoo Potzberg den Zoo Krefeld verlassen. Damit endet hier nach 42 Jahren die Haltung von Dallschafen.

Die Zusammenführung der Tiere wurde notwendig, da die Haltung an mehreren Standorten keine Zukunft mehr hat, da es nicht möglich ist, neue Tiere zur Blutauffrischung zu bekommen. Das wäre aber Voraussetzung für eine langfristige Haltung ohne Inzucht. Dallschafe leben in hochalpinen Landschaften Kanadas und Alaskas. Sie gelten nicht als gefährdet.

Anfang 2020 wird das Waldren als neue Tierart in den Zoo Krefeld einziehen. Das Waldren ist eine Unterart des Rentiers, die in Finnland und Karelien (Russland) heimisch ist. Es unterscheidet sich vom Ren durch ein im Schnitt etwa 15 cm höheres Stockmaß und wesentlich längere Beine. Diese werden als evolutionäre Anpassung an die Schneeverhältnisse im Lebensraum des Waldrens gedeutet. In der Taiga ist die Schneedecke im Winter höher und weicher als in der baumlosen Tundra. Weiterhin ist der Schädel des Waldrens länger und schmaler als der des Rens, und im Vergleich lädt das Geweih des Waldrens weniger zur Seite aus. Waldrentiere gelten als gefährdet. In Finnland gibt es ein Auswilderungsprogramm für die Tiere, in dem zukünftig auch Nachzuchten aus dem Zoo Krefeld ausgewildert werden könnten.