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Drei Bäume für die Elefanten

Mumptas und Rhena erhielten drei Bäume.

Für den Lebensabend der beiden Elefantenkühe Rhena und Mumptas Mahal nimmt der Zoo jetzt nochmal rund 40.000 Euro in die Hand. Als erstes wurden drei alte Eichen aus dem Zoo gefällt und im Gehege einbetoniert, an ihnen sollen Seile zur Beschäftigung aufgehängt werden. Bald soll ein großer Futtergalgen folgen, an dem Heunetze angebracht werden.

Seit 1971 leben die beiden Elefantenkühe in Krefeld. Mit seiner Elefantenschau wurde Wolfgang Nehring international bekannt. Generationen von Kindern durften an ihrem Geburtstag auf dem Rücken von Rhena reiten. Nehring ließ die Elefanten aber auch im Zoo bei Baumrückearbeiten helfen oder ging mit ihnen zum Großmarkt "einkaufen". Elefant Yhetoo war auf dem Fest des Kinderheim Kastanienhof und beim Jahresfest der Thailändischen Gemeinde Stammgast. Glücklicherweise ist es in den vielen Jahren im direkten Umgang mit den sehr gefährlichen Tieren nie zu einem Unfall oder Todesfall gekommen.

Yhetoo zog 2009 in den Zoo Belfast um, nachdem sie von den beiden anderen Kühen gemobbt wurde. 2010 erfolgte die Umstellung vom direkten Kontakt (hands on) auf den geschützten Kontakt (protected contact), der Elefantenhaken zur Dressur und auch der ständige Appell bei den Tieren war damit Geschichte.

Seitdem hat sich das Leben der Elefanten Rhena und Mumptas grundlegend geändert. Sie haben im Haus mehr Platz und können bei moderaten Temperaturen selber zwischen Innen und Außen wählen. Die Tierbeschäftigung wurde stark ausgebaut, so dass die Tiere ganztägig beschäftigt sind.

Dazu gehört auch das medizinische Training. Altersbedingte Wehwehchen wie entzündete Schwänze oder notwendige Rüsselspülungen können Pfleger und Tierärzte damit ohne Stress für die Tiere durchführen. Auch die Pflege der empfindlichen Elefantenfüße ist so möglich.

Im Haus sorgt eine Beregnungsanlage für die Hautpflege der beiden alten Kühe. Heunetze hängen überm Kopf der Tiere. Sie dienen als Futterquelle, so dass das Blattpflücken von Bäumen in der Wildbahn imitiert wird. Auf der Außenanlage gibt es Fummelröhren, in denen die Tiere mit ihren Rüsseln nach Heu oder Pellets greifen können. Schlammlöcher und Sandhügel laden zur Körperpflege oder zum Ruhen ein.

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