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Gorilla Tambo zieht nach Thoiry

Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP wird Tambo zukünftig in einer Junggesellengruppe leben. Aus vier europäischen Zoos kommen Wazungu (18 Jahre), Yeba (8 Jahre), Ayo (8 Jahre) und Tambo zusammen. In einigen Jahren wird dann geschaut, wer in einem Zoo als Silberrücken eine Gruppe übernehmen kann.

Gefühlt kam Gorilla Tambo erst gerade am 2. Juni 2013 als erstes Jungtier im neuen GorillaGarten und als erstes Kind von Muna zur Welt und schon steht steht für den Siebenjährigen ein Umzug in den französischen Zoo Thoiry an.

Was sich aus menschlicher Sicht ungewöhnlich anhört, ist für Gorillas auch im Freiland vollkommen normal. Nicht jeder Mann wird in seinem Leben einen eigenen Harem haben. Schafft er es eine Gruppe zu übernehmen, tötet er zunächst die Jungtiere seines Vorgängers, damit er schneller eigenen Nachwuchs mit den Frauen zeugen kann.

Flachland- und Berggorillas leben im Freiland in Haremsgruppen. Ein Silberrücken führt und schützt seine Familie. Weibliche Jungtiere verlassen die Gruppe selbstständig, wenn sie geschlechtsreif werden und schließen sich anderen Familiengruppen an. Männliche Jungtiere verlassen die Gruppe nur auf Druck des Silberrückens, wenn dieser eine Konkurrenz heranwachsen sieht. Da genauso viele weibliche wie männliche Tiere zur Welt kommen, finden sich die jungen Männder meist zu Junggesellengruppen zusammen, die gemeinsam umherziehen. Alte Silberrücken ohne eigenen Harem werden Einzelgänger.

Bis zu Tambos Umzug werden noch einige Wochen vergehen, da die Empfehlung recht kurzfristig kam. Jetzt müssen noch die Transportpapiere fertig gemacht und medizinische Untersuchungen gemacht werden. Vorallem übt Tambo jetzt alleine schlafen. Das klappt aber schon ganz gut. Bisher teilte er sich noch mit seiner Mutter Muna einen Schlafbereich.