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Pflanzenfressender Superorganismus

Artenschutzvortrag am 3. Mai: Blattschneiderameisen

Eine Arbeiterin der Blattschneiderameisen trägt ein Blattstück in den Bau. Bild: Simone van Lier

Die Vortragsreihe rund um das Thema Artenschutz startet in diesem Jahr am Dienstag, 3. Mai um
19 Uhr
in der Zooscheune mit Prof. Dr. Flavio Roces (Universität Würzburg), der seit über 30 Jahren die beeindruckenden Blattschneiderameisen erforscht. Der Biologe erklärt welche verschiedenen Verhaltensstrategien die Ameisen beim Sammeln und Bauen zeigen und wie uns das hilft, die flotten Insekten besser zu verstehen. Ameisen leben sozial in Kolonien zusammen, wo die Arbeit aufgeteilt und organisiert wird. Die Aktivitäten von oft Hunderttausenden Individuen müssen durch ein komplexes Kommunikationssystem geregelt werden.

Die pflanzenfressenden Insekten zählen zu den Hinguckern des Regenwaldhauses und faszinieren die Besucher immer wieder aufs Neue. In der Kolonie der Blattschneiderameisen ist immer etwas los und bewundernd sieht man ihnen dabei zu, wie sie ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichtes tragen. Blattschneiderameisen gehören zu den erfolgreichsten Pflanzenfressen Südamerikas. Auch wenn man bei Pflanzenfressern eher an Huftiere denkt, dreht sich an diesem Abend alles um diese faszinierenden Insekten. Den außerordentlichen ökologischen Erfolg verdanken Blattschneiderameisen einer engen Symbiose zu einem Pilz, der in der Natur nur mit den Ameisen vorkommt. Dieser Pilz ermöglicht es ihnen sich von einer Vielzahl von Pflanzenarten zu ernähren.

Doch wie funktioniert die Organisation in einer Kolonie und warum werden Kolonien auch „Superorganismus“ genannt? Diesen und andere Fragen geht der Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Artenschutz auf den Grund. Er dauert ca. 1 Stunde, Treffpunkt ist um 19 Uhr am Haupteingang des Zoos. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.