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Schneeweißes Baby und eine liebevolle Tante

Nachwuchs bei den bedrohten Guereza-Affen sorgte für Freude

Liebevoll umsorgt von Mutter Luisa und Weibchen Jasira wird der schneeweiße Nachwuchs bei den Guereza-Affen im Zoo Krefeld. Foto: Vera Gorissen

 Fast hatten die Tierpfleger die Hoffnung schon aufgegeben. Seit dem Einzug von Guereza-Mann Chops aus Belfast im September 2019 warteten sie auf Nachwuchs. Trotz zahlreicher Paarungen ließ der Erfolg auf sich warten. Bis jetzt. Anfang Oktober brachte Luisa nach sechs monatiger Tragzeit ihr erstes Jungtier zur Welt. Sie wird bei der Betreuung des schneeweißen Babys von Weibchen Jasira unterstützt. Die beiden wechseln sich mit dem Tragen des Jungtieres ab. Milch bekommt es aber nur von seiner Mutter. Das ist auch in der Natur durchaus üblich.

Bis zum Alter von sechs Monaten haben die Jungtiere der afrikanischen Stummelaffen ein weißes Fell. Vermutlich wird dadurch der Schutzinstinkt der anderen Tiere in der Gruppe ausgelöst. Ältere Geschwister und andere Weibchen der Gruppe helfen der Mutter bei der Aufzucht, umsorgen und beschützen das Jungtier.

Für die Menschen in Äthiopien und Kenia sind die schwarz-weißen Mantelaffen, die in tief gelegenen tropischen Regenwäldern bis hin zu Bergwäldern in Höhen von 3.000 m wohnen, die Wächter des Waldes. Manchmal werden sie wegen ihres Kopfhaares auch „Mönch“ genannt. In einem kleinen Gebiet am Mount Kenya leben in Höhen über 2.000 m Guerezas, die ihr ganzes Leben schneeweiß bleiben. Die Ursache dafür ist bisher nicht gefunden worden.

Im Krefelder Zoo haben die Jungtiere der Guerezas immer wieder von sich Reden gemacht, weil sie gerne durch die weiten Maschen der ehemaligen Löwen-Anlage schlüpften und sich im Zoo frei bewegten. Erst wenn der Kopf nicht mehr durch die Maschen passte, war es auch mit den Ausflügen vorbei.
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