Pablo lässt die Herzen schmelzen

Erstmals seit dreizehn Jahren haben die Tapire im Zoo ein Jungtier

Es hat Streifen und Punkte, faltige Haut und einen kleinen Rüssel. Mit einem Wort: Ein Tapir-Jungtier ist einfach entzückend anzuschauen. In Krefeld gab am 22. Juni erstmals seit dreizehn Jahren Nachwuchs bei den Flachlandtapiren. Die Tierpflegenden nannten das kleine Männchen Pablo. Seinen Zweitnamen Karfiol hat er von einer Tierpflegerin bekommen, die gebürtige Wienerin ist. Karfiol ist das österreichische Wort für Blumenkohl. Bis Pablo Blumenkohl verzehren wird, vergehen noch einige Wochen. Aktuell bedient er sich erstmal ausgiebig an der Muttermilch.

Dank der auffälligen Fellzeichnung, wie man sie auch von Frischlingen der Wildschweine kennt, sind die Jungtiere bestens getarnt. Im schattigen Wald verschwimmen ihre Umrisse und sie sind nur schwer zu sehen. Das ist besonders in den ersten zehn Lebenstagen wichtig, in denen die Mutter den Nachwuchs ablegt und auf Nahrungssuche geht. Aber schon nach zwei Monaten beginnt die Umfärbung. Mit sechs Monaten sehen die Jungtiere ebenso braun-grau aus wie ihre Eltern.

Ausgewachsene Tapire wiegen bis zu 300 Kilogramm, wobei hier die Weibchen meist größer sind als die männlichen Tiere. Bei der Geburt bringen die Jungtiere im Schnitt 5,5 Kilogramm auf die Waage.

In ihrer Heimat Südamerika gelten Flachlandtapire als gefährdet. Gründe dafür sind wie bei vielen Tierarten Lebensraumverlust, illegale Jagd und Konkurrenz durch die Viehwirtschaft.

 

Sehen kann man Pablo mit seiner Mutter Membi in einem abgeteilten Bereich auf der Außenanlage des Südamerikahauses. Vater Vince darf seinen Sohn erstmal  nur durch ein Gitter beschnuppern, zu groß wäre die Gefahr, dass er den Kleinen umrennt.

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