Im GorillaGarten kann man die größten lebenden Primaten in einem ausgedehnten Freigehege in Aktion erleben. In der abwechslungsreich gestalteten Landschaft mit Hügeln, Bachlauf, künstlichem Termitenbau und Kräuterwiese können sich die Tiere so richtig entfalten. Das Gelände steigt leicht an, was den Besuchern von einer großen Plattform aus gute Sicht auf das Geschehen ermöglicht. Spannende Einblicke bietet auch die angrenzende GorillaVilla mit ihren großen Panoramafenstern.

Kurzinfo

Eröffnet2012
GorillaGarten1.200 m²
GorillaVilla360 m²


Fütterung täglich ca. 14.30 Uhr
 

Westliche Flachland-Gorillas

  • Kidogo (Zoo Givskud, *2000)
  • Oya (Zoo Zürich, *1988)
  • Muna (Zoo Basel, *1989)
  • Miliki (La Vallée des Singes, *2006)
  • Tambo (Zoo Krefeld, *2. Juni 2013, Kidogo x Muna) - umgezogen 2020 nach Thoiry
  • Pepe (Zoo Krefeld, *6. Mai 2015, Kidogo x Miliki)
  • Bobóto (Zoo Krefeld, *31. Dezember 2018, Kidogo x Miliki)
  • Santu (Zoo Krefeld, *14. Juli 2021, Kidogo x Muna)

 

Baukosten
2,3 Mio. Euro finanziert durch die Zoofreunde Krefeld e.V.

Zoologische Informationen zu den Tierarten finden Sie im Zootierlexikon

Beziehung

Gorillas leben in sozialen Familiengruppen. Ein erfahrener Silberrücken führt die Gruppe, schlichtet Konflikte und schützt Weibchen und Jungtiere.

Kommunikation

Gorillas verständigen sich mit Lauten, Blicken, Körperhaltung und Gesten. Auch Brusttrommeln, Drohgebärden oder ruhige Nähe sind Teil ihrer Körpersprache.

Nahrung

Gorillas ernähren sich überwiegend pflanzlich. Blätter, Triebe, Früchte, Kräuter und andere Pflanzenteile stehen auf ihrem Speiseplan.

Gewicht

Erwachsene Männchen können deutlich über 150 Kilogramm wiegen. Silberrücken Kidogo wiegt z.B. ca 200 Kilogramm.

Anzahl

Westliche Flachlandgorillas gelten als stark bedroht. Der IUCN führt sie als „Critically endangered“, also stark vom Aussterben bedroht.

Heimat

Ihre Heimat sind die Regenwälder Zentralafrikas, unter anderem in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Äquatorialguinea, Gabun und der Republik Kongo.

Bedrohter Waldbewohner

Westliche Flachlandgorillas leben in dichten Regenwäldern und Sumpfwäldern Zentralafrikas. Genau diese Lebensräume geraten zunehmend unter Druck. Straßenbau, Holzeinschlag, Bergbau und Landwirtschaft zerschneiden die Wälder. Gleichzeitig erleichtern neue Wege den Zugang für Wilderer.

Neben Lebensraumverlust und Wilderei sind Krankheiten ein großes Problem. Das IUCN nennt insbesondere Ebola als Bedrohung für Westliche Flachlandgorillas. Die Bestände sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen, obwohl die Tiere in einigen Regionen noch vergleichsweise weit verbreitet sind.

Bedrohungsstatus

Artenschutz

In situ bedeutet „am ursprünglichen Ort“. In der Biologie und im Naturschutz beschreibt der Begriff, dass Tiere oder Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung geschützt werden – also dort, wo sie von Natur aus vorkommen. Das Gegenteil wäre „ex situ“, also die Haltung oder Zucht außerhalb des ursprünglichen Lebensraums, zum Beispiel im Zoo oder Botanischen Garten.

Ex situ bedeutet „außerhalb des ursprünglichen Ortes“. Im Naturschutz meint das, dass Tiere oder Pflanzen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums geschützt oder gezüchtet werden – zum Beispiel in Zoos, Aquarien, Botanischen Gärten oder speziellen Zuchtstationen. So können bedrohte Arten bewahrt und später vielleicht wieder in die Natur zurückgeführt werden.

Menschenaffen sind in der Wildnis stark bedroht – durch Abholzung, Jagd und Krankheiten.
Zoos sichern durch gezielte Zuchtprogramme wichtige Reservepopulationen und erhalten so die genetische Vielfalt.
Gleichzeitig ermöglichen sie Forschung und medizinisches Training, das auch Wildtieren zugutekommt.
Als „Botschafterarten“ wecken Affen im Zoo Bewusstsein und Mitgefühl für den Schutz ihrer Lebensräume.
So ergänzt die Haltung im Zoo den Artenschutz in der Natur und dient als Lebensversicherung für bedrohte Arten.

Schon gewußt?

4 Fakten über Gorillas

Gorillas haben nicht nur individuelle Fingerabdrücke, sondern auch individuelle Nasenabdrücke.

Ein erwachsener Silberrücken führt die Gruppe, schlichtet Konflikte und bestimmt oft, wann die Gruppe ruht, frisst oder weiterzieht.

Gorillas wirken mächtig, sind aber meist ruhige und soziale Tiere. Drohgebärden dienen häufig dazu, Konflikte ohne Verletzungen zu lösen.

Flachland Gorillas sind sehr stark vom Aussterben bedroht.

Unsere Gorillas

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